„Warum entspannt Dich ein Motiv, obwohl es nicht real ist?“
„Was inspiriert Dich an einem Gemälde, dessen Geschichte Du nicht kennst?“
„Wie erklärst Du dieses Gefühl, wenn ein Kunstwerk Dich im Innersten bewegt?„
Was Kunstliebhaber schon lange wissen, ist nun wissenschaftlich belegt. Erst letztes Jahr (Juli-September 2025) wurde die Studie zum Thema „Die positive Wirkung der Kunst auf den Körper“ durchgeführt.*
Die Studie belegt, dass das Betrachten von Kunst unmittelbare, messbare Vorteile für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden hat:
1️⃣ STRESSABBAU / Cortisol (Stresshormon) ↓ 22 % bzw. ↓ 8 % (bei Reproduktionen):
Der Cortisolspiegel der Gruppe, die originale Werke (für ca. 20 min) betrachtete, sank um 22 %. Bei denen, die Reproduktionen betrachteten, immerhin um 8 %.
2️⃣ GERINGERE ENTZÜNDUNGEN = Entzündungsmarker ↓ 30 %:
Signalmoleküle, die mit chronischen Erkrankungen, Belastung und Stress in Verbindung stehen, sanken bei den Galeriebesuchern um fast 30 %. Die Senkung weist auf mentale Entspannung und reduzierte Stressaktivierung hin. Zudem bedeutet dies weniger physiologische Alarmbereitschaft, was auf emotionale Stabilisierung und innere Ruhe hinweist.
3️⃣EMOTIONALE ERREGUNG = Herzaktivität & Hauttemperatur ↓ 0,74 °C:
Die Teilnehmer zeigten eine dynamische Herzaktivität und Absenkungen der Hauttemperatur, was auf eine Mischung aus Erregung und Entspannung hindeutet. Dies ist typisch bei fokussierter Aufmerksamkeit & emotionalem Eintauchen – ein Zustand ähnlich meditativer Präsenz.
Kunst wirkt im Sinne einer „kulturellen Medizin“, denn sie aktiviert gleichzeitig Immun-, Hormon- und Nervensystem. Sie wirkt nicht nur „emotional“, sondern ganzheitlich regulierend auf Stress und mentale Belastung. Dabei spricht Kunst den Körper doppelt an: durch emotionale Erregung ebenso wie durch gezielte Stressregulation. Kunst fördert innere Ruhe und emotionale Präsenz und begünstigt eine Entlastung des Nervensystems sowie mentale Erholung…
… und zwar ohne Therapie, allein durch das Sehen und Erleben von Kunst!
Wichtig: Die Studie untersuchte die physiologischen Reaktionen von 50 Teilnehmern im Alter von 18 bis 40 Jahren beim Betrachten von Meisterwerken weltberühmter Künstler. Die Effekte wurden experimentell gemessen und sie traten bereits nach etwa 20 Minuten auf. Es handelt sich nicht um subjektive Werbeaussagen.
*vom IoPPN (=Institute of Psychiatry, Psychology & Neuroscience) des King’s College im Auftrag des Art Fund und des Psychiatry Research Trust.
📚 Quellen:
Art Fund / King’s College London Studie / psychiatryresearchtrust.org / Euronews Bericht zur Studie

